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Rund 8.000 weitere Adressen im Landkreis Bautzen bekommen schnelles Internet

Im Landkreis Bautzen sind noch rund 33.700 Adressen ohne schnelles Internet. Wer beim weiteren Ausbau als Nächstes drankommt und wer noch warten muss.

Seit 2019 läuft der Breitbandausbau im Landkreis Bautzen. Dazu wurden bereits mehrere tausend Kilometer Glasfaserkabel verlegt, weitere folgen. © Archivbild: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Der Landkreis Bautzen will weitere Gemeinden beziehungsweise Teile davon mit schnellem Internet versorgen. Das betrifft Einwohner in 21 Städten und Gemeinden. In der jüngsten Kreistagssitzung beschlossen die Kreisräte, die nächsten Projekte auszuschreiben. Sächsische.de erklärt im Überblick, wen das betrifft, wie der Zeitplan aussieht und wer noch auf schnelles Internet warten muss.

Wer hat noch kein schnelles Internet im Kreis Bautzen?

Die Bundesregierung will mit Fördermitteln im Rahmen ihrer digitalen Agenda „ein flächendeckendes modernes Highspeed-Netz schaffen“, erklärt das Landratsamt Bautzen. Dank der Kofinanzierung durch den Freistaat Sachsen wird der Ausbau zu 100 Prozent gefördert.

Dabei gehe es mit dem „Graue-Flecken-Programm“ vor allem um die Förderung in ländlichen Regionen, „in denen sich der Breitbandausbau eigenwirtschaftlich für die Telekommunikationsunternehmen nicht lohnt“. Demnach seien alle Gebiete förderfähig, in denen Datenraten von weniger als 200 Megabit pro Sekunde anliegen. „Das sind grundsätzlich alle Anschlüsse, die nicht auf Basis von Glasfaser beziehungsweise mit hochmodernen Kabelnetzen erschlossen sind und die auch in den nächsten drei Jahren nicht mit dieser Technologie erschlossen werden“, so das Landratsamt.

Im Landkreis Bautzen betrifft das Haushalte oder Adressen in allen Kommunen bis auf die Gemeinde Steina südlich von Kamenz. Insgesamt handelt es sich um rund 33.700 Anschlüsse. Diese hat der Landkreis Bautzen in Gebiete, sogenannte Cluster, zusammengefasst und als Projekte für den Breitbandausbau beantragt.

Zu den Kriterien gehören der Nachholbedarf, die Schließung verbleibender Versorgungslücken, die Einwohnerdichte und damit der Grad digitaler Teilhabe sowie die Zusammenarbeit von mehreren Kommunen bei den Projektanträgen.

Wer erhält im Kreis Bautzen jetzt schnelles Internet?

Der Landkreis Bautzen hat die Gebiete für den Breitbandausbau seit dem Baubeginn im Februar 2019 in sogenannte Cluster eingeteilt. Der Kreistag hat nun die europaweite Ausschreibung für die Cluster 12 und 15 beschlossen, vorbehaltlich der Bewilligung der Fördermittel durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen.

Das Cluster 12 betrifft 4.074 Adressen im Raum Kamenz. Dazu gehören:
  • Burkau mit 358 Adressen
  • Crostwitz mit 204 Adressen
  • Elstra mit 47 Adressen
  • Großnaundorf mit 42 Adressen
  • Haselbachtal mit 392 Adressen
  • Kamenz mit 530 Adressen
  • Königsbrück mit 192 Adressen
  • Nebelschütz mit 395 Adressen
  • Neschwitz mit 492 Adressen
  • Ohorn mit 11 Adressen
  • Panschwitz-Kuckau mit 324 Adressen
  • Puschwitz mit 82 Adressen
  • Pulsnitz mit 489 Adressen
  • Räckelwitz mit 243 Adressen
  • Ralbitz-Rosenthal mit 146 Adressen
  • Schwepnitz mit 127 Adressen
Das Cluster 15 betrifft 3.663 Adressen in fünf Kommunen, und zwar:
  • Bernsdorf mit 1.072 Adressen
  • Elsterheide mit 1.171 Adressen
  • Frankenthal mit 324 Adressen
  • Laußnitz mit 620 Adressen
  • Neukirch bei Königsbrück mit 476 Adressen

Die Cluster 12 und 15 weisen laut dem Landratsamt einen besonderen Nachholbedarf auf und haben demnach Priorität. In der Regel gehört ein Cluster zu einer bestimmten Region im Landkreis. Cluster 15 wurde allerdings aus Kommunen gebildet, die vergleichsweise viele sogenannte „weiße Flecken“ mit einer garantierten Bandbreite von lediglich 28 Megabit pro Sekunde haben. Von insgesamt fünf eingereichten Projekten des Landkreises Bautzen erhielten diese beiden Cluster den Zuschlag.

Der vorläufige Bewilligungsbescheid für die Cluster 12 und 15 stammt vom November 2023. Sollte alles Weitere wie Ausschreibung und Vergabe ideal verlaufen, könnte der Breitbandausbau in diesen Clustern im April 2025 starten.

Wer muss im Kreis Bautzen noch auf schnelles Internet warten?

Der Landkreis Bautzen hatte auch Anträge für die Cluster 11, 13 und 14 eingereicht. Diese erhielten anhand der Vergabekriterien aber zu wenig Punkte, um jetzt Fördermittel zu erhalten. Der Landkreis Bautzen will diese Anträge im Jahr 2024 erneut stellen.

Beim Cluster 11 geht es um 5.558 Adressen im Raum Hoyerswerda, beim Cluster 13 um 8.951 Adressen im Raum Bischofswerda und beim Cluster 14 um 11.462 Adressen im Raum Bautzen.

Wer hat im Kreis Bautzen schon schnelles Internet?

Seit 2019 wurden im Landkreis Bautzen in den Clustern 1 bis 9 insgesamt 35.000 förderfähige Adressen mit schnellem Internet versorgt. Das sind etwa 60.000 Haushalte und 8.800 Unternehmen.

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